Nach dem Race richtig auswerten
Notiere die fünf Daten, die dein nächstes Training wirklich besser machen – statt nur auf Zielzeit und Platzierung zu schauen.
Pacing · 8 Min. Lesezeit
Die ersten 200 Meter nach Sled, Lunges oder Burpees entscheiden, ob du wieder in deinen Rhythmus findest oder einen ganzen Kilometer verlierst.
Nach einer schweren Station fühlt sich jeder Schritt zu langsam an. Genau dann beschleunigen viele zu früh, weil sie verlorene Sekunden zurückholen wollen. Das Ergebnis ist ein hoher Puls, ein unrunder Schritt und eine noch teurere nächste Station. Gute Pacing-Entscheidungen beginnen mit einem kontrollierten Übergang.
Lege dir ein kurzes Protokoll zurecht: aus der Zone gehen, zwei bis drei tiefe Atemzüge, mit kurzen Schritten anlaufen, erst nach etwa 100 bis 200 Metern auf die Uhr schauen. Nach Sled Push, Burpees und Lunges darf das Tempo bewusst unter deinem normalen Race-Pace liegen. Nach Ergs oder Wall Balls ist die Atmung oft der begrenzende Faktor, obwohl die Beine schneller wieder laufen möchten.
| Stationstyp | Erste Aufgabe danach |
|---|---|
| schwere Beinbelastung | Schritt verkürzen, Hüfte aufrichten |
| Zug oder Carry | Hände lockern, Schultern tief halten |
| Burpees / Bodenkontakt | Atmung beruhigen, nicht sofort überziehen |
| Ergometer | Rhythmus finden, Rumpf stabilisieren |
Definiere vor dem Race ein Übergangstempo und ein normales Race-Pace. Das Übergangstempo gilt nur kurz; es ist kein Gehprogramm. Sobald die Atmung ruhiger ist, findest du schrittweise in deinen normalen Rhythmus. Wer diesen Wechsel trainiert, muss am Renntag nicht entscheiden, ob ein langsamerer Beginn Versagen ist.
Übe es in einer Kombi-Einheit: 800 Meter laufen, eine Station, dann 200 Meter bewusst ruhig und 600 Meter im Race-Pace. Notiere nicht nur die Gesamtzeit, sondern ob du die zweite Hälfte kontrolliert halten kannst. Das ist die Fähigkeit, die im Race über acht oder mehr Übergänge trägt.